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Performance Analysis für den

Emergency Medical Service Dhulikhel, Nepal

Der Rettungsdienst im Einzugsgebiet des Dhulikhel Hospital befindet sich noch in den Kinderschuhen. Ein Netzwerk von mittlerweile 8 Rettungswachen basiert auf der Vision eines engagierten nepalesischen Arztes, der es der notärztlichen Versorgung in Deutschland gleich tun wollte und eine Leitstelle im Dhulikhel Hospital implementiert hat. Diese koordiniert nun seit sieben Jahren mittlerweile 8 Rettungswachen, die zum Teil in Unterstützung durch das nepalesische Rote Kreuz betrieben werden. 

Ein prähospitales Notfallsystem, geschaffen von einer handvoll engagierter Einzelpersonen. 

Was dem Dhulikhel Rettungsdienst trotz des überwältigenden Engagements fehlt, ist eine Qualitätsprüfung des aktuellen Systems. Seit nun sieben Jahren werden in der Leitstelle Dhulikhel Notfalldaten erhoben, aber wurden mangels Know How keiner standardisierten Auswertung unterzogen. Die tatsächliche Leistungserbringung des Systems ist nicht bekannt und genauso liegen potenzielle Prozessoptimierungen im Verborgenen. 

In Deutschland gehört die standardisierte Auswertung der Leitstellendaten  zum Tagesgeschäft, um die Einhaltung der gesetzlichen  Vorgaben in der rettungsdienstlichen Versorgung zu gewährleisten. In Nepal gibt es solche Vorgaben nicht, weil der Rettungsdienst in Nepal nicht zentral organisiert ist.

Durch das Unwissen über die eigene Leistung ist es schwierig, das System gezielt zu erweitern und potenzielle Versorgungslücken zu schließen. 

Außerdem gibt es keine Möglichkeit, potenzielle Unterstützer zu gewinnen, solange die Leistung des Systems nicht vorgezeigt werden kann.

Was haben wir gemacht?

Im Februar 2020 sind wir nach Nepal gereist, um uns die Leitstelle und den Rettungsdienst des Dhulikhel Hospital anzusehen. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Dateneingabe, die zu diesem Zeitpunkt noch recht unkoordiniert von wenig geschulten Personen getätigt wurde. Dementsprechend zeigte sich eine verbesserungsfähige Datenqualität. Im Februar war die Erstellung einer Eingabemaske bereits in Arbeit, die Optimierung der Dateneingabe haben wir daher vernachlässigt.

Die damals losen Exceldateien haben wir zusammengeführt und bereinigt.

Aktuell arbeiten wir an der Erstellung mehrerer MS Power BI Dashboards, in denen die rettungsdienstliche Versorgung im Detail dargestellt wird. Versorgungsengpässe sowie Optimierungen in der medizinischen Versorgung sollen damit aufgedeckt werden, damit diese gezielt angegriffen werden können.

Das nepalesische Rettungsdienst-Team soll damit ein Tool erhalten, das potenziellen Geldgebern vorgezeigt werden kann und aus dem ersichtlich wird, wie viele Menschen tatsächlich durch den Rettungsdienst Dhulikhel versorgt werden konnten. Eine Übersicht über die Beschwerden und den gesundheitlichen Gesamtzustand der Notfallpatienten soll die Notwendigkeit des Rettungsdienstes zeigen. Die Einsatzentwicklung über die Jahre und pro Provinz sollen sichtbar machen, wenn die Kapazität des Rettungsdienst-Netzwerk zugunsten einer noch größeren Zahl an Versorgten gezielt ausgeweitet werden sollte.

Die Analysen sollen, sobald die standardisierte Dateneingabe in Betrieb ist, auf die neue Datenbasis angepasst werden.

Schwellenwerte sollen dann zeigen, wo die Kapazität aufgestockt werden muss oder eine Vorhaltung von Rettungsdienstpersonal an anderen Rettungswachen sinnvoll erscheint. Die Leistungsfähigkeit des Systems soll damit sichtbar gemacht und Schwachstellen gezielt behoben werden können.

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